Beam Me To Brügge

Lace Outfit, mekivi Modeblog SchweizWir alle tragen Spitze. In den Neunzigern verzierte sie unsere Söckchen, später trugen wir sie in Form von Unterwäsche und heute in jeglicher Form. Was denkt ihr, wo Spitze herkommt, wer sie erfunden hat?

Mode ist nicht nur das, was wir tragen. In ihr steckt auch immer ein Teil Geschichte. Geschichte, die wir gerne lernen. Ich erlaub mir mal den kleinen Streich, mich in ein Bild einer wunderschönen Stadt zu photoshoppen. Einer wunderschönen Stadt, die einer der wichtigsten Orte war, der uns Spitze beschert hat! Brügge (z.Dt. Brücke) in Belgien. In der Renaissance und später auch im Barock waren hauchzarte Spitzen ebenso kostbar und teuer wie Brokat, Perlen, Gold und edler Schmuck. Nicht vergleichbar also mit den günstigen Preisen von heute. Während heute ausschliesslich wir Frauen Spitze tragen, fand man sie damals auch bei Herren (beispielsweise am Kragen). Geklöppelt (klöppeln nennt man die Kunst des Herstellens von Spitze) wurde bis ins Zeitalter der Industrialisierung und bis heute hat Spitze kein bisschen ihres Glamours verloren.  Klöppeln besteht aus einem systematischen Wechsel von Verdrehen – Verkreuzen – Verknüpfen – Verschlingen von Fäden im Mehrfachsystem. Dies erfordert eine genaue Arbeitsweise und ist sehr aufwändig.

Damit die besondere Geschichte der Spitze nicht völlig verloren geht, wurde in den Siebzigern das Kantenzentrum in Brügge eröffnet. Das Kantzenzentrum befindet sich in der Peperstraat 3 a und jeden Nachmittag außer an Sonn- und Feiertagen sind Besucher herzlich willkommen. Sie können dort aber nicht nur die Kunst des Spitzen klöppeln erlernen, Sie haben auch die Möglichkeit eine schöne Ausstellung mit Spitzen aus aller Welt zu besuchen.

Meine liebste Spitze auf dem Foto oben ist übrigens von Individual Design.

XO

 

We love lace! In the nineties it was accessorizing our socks, later we started wearing lace underwear. Today we wear any version of it. Stores like H&M are selling lace products at such a reasonable price that it might be hard for us to imagine that once upon a time, lace was something special.

What do you think: Where does lace come from? Who has invented it? Sometimes, fashion is not only what we wear, sometimes it is a part of history. So I photoshopped myself to Brügge, a wonderful city in Belgium. A beautiful spot, which was one of the most important ones when it comes to the development of lace. During the renaissance and later in the baroque era, lace was as precious as brocade, pearls, gold and classy jewelry. Let’s not even try to compare it to as what we perceive it today. While today one would primarily find women wearing lace, formerly it was part of each men’s wardrobe (men were wearing collars made out of lace for example). Lace was made manually until the start of industrialization. And even after, lace has not lost its glamour until today. Lace-making is a piece of art – complex and requiring  accurateness. Threads are twisted, crossed and linked with each other – manually and in a systematic way.

In order to not forget about the brillant history of lace, the “Kantenzentrum” has been established in the seventies. It is a place in Brügge, where visitors can learn lace-making and spend some time in a showroom that treasures lace from all over the world.

My favorite lace dress on my “Beam Me To Brügge” picture is from Individual Design.

XO